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Grundlagen

Was ist ein Leadmagnet? Beispiele für Handwerk und Industrie

Kurz gesagt

Ein Leadmagnet ist ein kostenloser Leitfaden, eine Checkliste oder ein kurzes Video, das ein Betrieb seinen Wunschkunden im Tausch gegen ihre Kontaktdaten anbietet. Ein guter Leadmagnet beantwortet das größte Problem des Lesers so verständlich, dass er weiß, wie die Lösung funktioniert. Dabei merkt er, dass er sie allein kaum umsetzen kann, und meldet sich bei dem Betrieb, der es ihm erklärt hat.

Ein Leadmagnet ist ein kostenloses Stück Wissen, das du deinem Wunschkunden im Tausch gegen seine Kontaktdaten anbietest. Meistens ist es ein kurzer Leitfaden als PDF. Es kann auch eine Checkliste, ein Rechner oder ein Video sein. Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Marketing. Wir sagen meistens einfach Leitfaden, denn genau das ist er: eine Anleitung für ein Problem, das deinen Kunden gerade beschäftigt.

Wozu ein Leadmagnet gut ist

Die meisten deiner künftigen Kunden sind heute noch nicht bereit, ein Angebot anzufragen. Sie haben ein Problem und spüren den Druck. Auf einen Knopf mit der Aufschrift „Jetzt Angebot anfordern“ würden sie trotzdem nicht klicken. Dafür ist der Schritt zu groß. Sie kennen dich nicht und wollen keinen Vertreter am Telefon.

Ein Leitfaden ist ein viel kleinerer Schritt. Der Leser bekommt sofort etwas Nützliches und muss sich zu nichts verpflichten. Du bekommst dafür seinen Namen und seine Kontaktdaten und weißt, welches Thema ihn bewegt. Aus einem anonymen Besucher wird so ein Mensch, mit dem du ins Gespräch kommen kannst.

Das Prinzip: Er weiß, wie es geht, und merkt, dass er Hilfe braucht

Viele Betriebe machen beim Leitfaden einen von zwei Fehlern. Entweder verraten sie zu wenig, und der Leitfaden ist eine verkleidete Werbebroschüre. Oder sie schreiben ein Lehrbuch, das alle Fragen beantwortet und trotzdem niemanden zum Handeln bringt.

Ein guter Leitfaden liegt dazwischen. Er beantwortet das Problem Nummer eins deines Wunschkunden ehrlich und verständlich. Nach dem Lesen weiß dein Kunde, wie die Lösung funktioniert und welche Schritte nötig sind. Gleichzeitig wird ihm klar, wie viel Erfahrung und Zeit in diesen Schritten stecken. Er merkt, dass er es allein nicht schafft oder nicht schaffen will. In diesem Moment bist du der naheliegende Ansprechpartner, weil du es ihm gerade erklärt hast.

Das wirkt, weil du deine Kompetenz zeigst, statt sie nur zu behaupten. Jeder Betrieb schreibt auf seine Website, dass er viel Erfahrung hat. Ein guter Leitfaden beweist es auf jeder Seite.

Woran du einen guten Leadmagneten erkennst

  • Ein Problem für eine Gruppe. Der Leitfaden richtet sich an eine klar umrissene Gruppe und behandelt genau ein Thema. „Alles über Dachsanierung“ ist zu breit. „Was eine Dachsanierung bei einem Haus aus den Siebzigern kostet und wo die Fallen liegen“ trifft.
  • Ein Titel, der ein Ergebnis verspricht. Der Titel entscheidet, ob jemand den Leitfaden haben will. Er nennt das Ergebnis, das sich der Leser wünscht, und benutzt dabei seine Worte.
  • Schnell zu lesen. Ein paar Seiten reichen. Dein Kunde soll ihn an einem Abend lesen können und danach schlauer sein.
  • Konkrete Inhalte. Er enthält Beispiele, Rechenwege und typische Fehler aus deiner Praxis. Allgemeine Ratschläge findet dein Kunde überall kostenlos.
  • Ein klarer nächster Schritt. Am Ende steht, was der Leser jetzt tun kann, zum Beispiel ein kostenloses Gespräch vereinbaren.

Beispiele für Handwerk und Industrie

Die folgenden Titel sind Beispiele. Sie zeigen, wie ein Leitfaden das Problem Nummer eins einer Zielgruppe aufgreift und wo der Leser merkt, dass er Unterstützung braucht.

Handwerk

Heizungsbauer für Hausbesitzer: „Wärmepumpe im Altbau: So prüfen Sie in fünf Schritten, ob Ihr Haus geeignet ist“. Der Leser lernt, worauf es bei Heizkörpern, Dämmung und Vorlauftemperatur ankommt. Spätestens bei der Heizlastberechnung merkt er, dass er einen Fachbetrieb braucht.

Dachdecker für Hausbesitzer: „Dach sanieren: Die sieben teuersten Fehler und wie Sie sie vermeiden“. Der Leitfaden nimmt dem Hausbesitzer die Angst vor dem großen Vorhaben. Gleichzeitig zeigt er, wie viel bei der Planung schiefgehen kann.

Tischlerei für Arztpraxen und Kanzleien: „Praxisumbau ohne Ausfallzeit: So planen Sie den Umbau im laufenden Betrieb“. Hier spricht der Betrieb eine Gruppe mit sehr klarem Problem an. Wer den Leitfaden liest, versteht, warum Planung und Abstimmung der Gewerke die eigentliche Arbeit sind.

Bau

Bauunternehmen für Landwirte und Gewerbebetriebe: „Gewerbehalle bauen: Die Entscheidungen, die über die Kosten bestimmen“. Der Leser bekommt einen Überblick von der Gründung bis zum Tor. Er erkennt dabei, wie viele Entscheidungen früh fallen müssen und wie teuer spätere Änderungen werden.

Industrie

Hersteller von Förderanlagen für Werkleiter: „Fünf Stellen, an denen Ihre Förderanlage jeden Tag Geld verliert“. Ein Werkleiter erkennt die Stellen in seinem eigenen Betrieb wieder. Für die Lösung braucht er jemanden, der seine Anlage kennt oder kennenlernen will.

Zulieferer in der Metallbearbeitung für Einkäufer: „Zweitlieferanten aufbauen: Wie Einkäufer Lieferausfälle vermeiden, ohne die Qualität zu gefährden“. Der Leitfaden spricht ein Problem an, das Einkäufer seit Jahren beschäftigt. Wer ihn gelesen hat, kennt dich als den Betrieb, der dieses Problem verstanden hat.

Berater oder Softwareanbieter für Metallbaubetriebe: „Wie Ihr Metallbau-Betrieb mehr Gewinn trotz Wirtschaftskrise erzielt“. Der Geschäftsführer versteht danach die wichtigsten Stellschrauben in Kalkulation und Ablauf. Für die Umsetzung sucht er jemanden, der so etwas schon oft gemacht hat.

Wie der Leitfaden mit Vorqualifizierung und Termin zusammenhängt

Ein Leitfaden allein bringt noch keinen Auftrag. Er ist ein Glied in einer Kette, die bei uns so aussieht:

  1. Eine Anzeige auf Instagram oder Facebook spricht deinen Wunschkunden mit seinem Problem an und bietet den Leitfaden an. Warum das auch in der Industrie funktioniert, erklären wir im Artikel Funktionieren Instagram und Facebook in der Industrie?.
  2. Für den Download hinterlässt er seine Kontaktdaten. Meta bietet dafür Anzeigen mit eingebautem Formular an, der Interessent bleibt also in der App.
  3. Direkt danach beantwortet er ein paar kurze Fragen. Das ist die Vorqualifizierung.
  4. Wer passt, bekommt einen Termin angeboten oder wird angerufen. Wer noch nicht so weit ist, bekommt weitere nützliche Inhalte, sofern er dem zugestimmt hat.

Vorqualifizierung heißt: Du klärst vor dem ersten Gespräch, wer gerade wirklich kaufen will und zu dir passt. Typische Fragen sind, wann das Vorhaben starten soll, wie groß der Betrieb oder das Projekt ist und ob schon ein Budget feststeht. So verbringen du und dein Vertrieb eure Zeit mit Gesprächen, die eine echte Chance haben.

Wichtig ist dabei die Einwilligung. Wer Werbung per E-Mail verschicken will, braucht dafür nach § 7 UWG grundsätzlich die ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Das Formular muss also klar sagen, wofür die Daten genutzt werden.

Häufige Fehler

  • Der Leitfaden ist eine getarnte Firmenbroschüre. Der Leser merkt das sofort und meldet sich nie wieder.
  • Der Titel ist zu allgemein, etwa „Unser Ratgeber zum Thema Energie“. Niemand weiß, was er davon hat.
  • Nach dem Download passiert nichts. Wer sich erst nach zwei Wochen meldet, hat den Interessenten meistens verloren.
  • Das Formular fragt zu viel ab. Ein paar Pflichtfelder und wenige Fragen reichen völlig.

Fazit

Ein Leadmagnet ist ein ehrlicher Tausch: Wissen gegen Kontaktdaten. Er funktioniert im Handwerk genauso wie in der Industrie, wenn er das wichtigste Problem deines Wunschkunden trifft. Richtig eingesetzt, öffnet er das Gespräch mit Menschen, die dich vorher nicht kannten, und sortiert gleich vor, wer wirklich passt.

Wir entwickeln solche Leitfäden für Betriebe im Oldenburger Münsterland, von der Recherche bis zum Termin in deinem Kalender. Ob das auch für deinen Betrieb funktioniert, klären wir im Erstgespräch.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Leadmagneten und einer Broschüre?

Eine Broschüre erzählt, was dein Betrieb kann. Ein Leadmagnet löst ein Problem des Lesers und zeigt deine Kompetenz dabei nebenbei. Der Leser lädt ihn herunter, weil er etwas davon hat. Eine Broschüre lädt kaum jemand freiwillig herunter.

Wie lang sollte ein Leitfaden sein?

So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Meist reichen einige Seiten, die sich an einem Abend lesen lassen. Entscheidend ist, dass der Leser danach mehr weiß als vorher und den nächsten Schritt kennt.

Funktioniert ein Leadmagnet auch, wenn ich an andere Betriebe verkaufe?

Ja. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten in der Industrie ist ein Leitfaden ein guter erster Kontakt. Einkäufer und Werkleiter informieren sich gern, bevor sie mit einem Vertriebler sprechen. Der Leitfaden gibt ihnen diese Möglichkeit.

Darf ich den Interessenten danach per E-Mail anschreiben?

Für Werbung per E-Mail brauchst du nach § 7 UWG grundsätzlich die ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Das Formular muss deshalb klar sagen, wofür die Daten genutzt werden. Im Zweifel lässt du die Formulierung rechtlich prüfen.

Quellen

  1. § 7 UWG: Unzumutbare Belästigungen (gesetze-im-internet.de)
  2. Meta für Unternehmen: Lead Ads

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Im Erstgespräch schauen wir uns an, wie bei dir heute Aufträge reinkommen. Du gehst mit einem Plan raus.

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